Die Geschichte vom Mahina…

Wenn ich die Geschichte vom Mahina erzählen möchte, muss ich eigentlich meine Geschichte erzählen, denn das Mahina ist aus einem ganz persönlichen Anliegen entstanden, aber dazu später noch mehr.

Ich bin Gioia, die Gründerin und Leiterin vom Mahina. Natürlich könnte ich jetzt ewig ausholen, bis zur Geburt meiner Urgroßmutter, die ja indirekt auch mit der Entstehung des Ladens zu tun hat, aber ich fange mal an dem Punkt an, als die Idee entstand.

Vor zwei Jahren habe ich in Leipzig meine damalige Wohnung und Selbstständigkeit als Yogalehrerin aufgegeben um reisen zu gehen. Ich hatte einen groben Plan durch verschiedene Länder in Asien zu reisen, meine Yoga- und spirituelle Praxis zu vertiefen und rauszufinden, wo ich mein Leben fortführen möchte. Der erste Halt war Thailand, wo ich eine weitere Yogalehrerausbildung machte (Yin und Yang Yoga) und meine mittlerweile sehr gute Freundin und spiritual Counselor Dorien kennenlernte. Eine Frau, die mich beeindruckt hatte wie wahrscheinlich niemand zuvor. Das erste mal traf ich Dorien, in der Hoffnung, dass sie mir mit den damals ziemlich heftigen Alpträumen helfen könnte (konnte sie!) – ich war so stark überrascht von der Wirkung der Session und der Verbindung, die ich sofort mit Dorien hatte, dass ich ein paar Tage später direkt nochmal eine Session hatte und bevor ich Thailand verließ noch fünf weitere. Wir sprachen über das Glücklichsein, Eltern, Beziehungen, Sex (ich hätte nie gedacht, dass ich mit einer 70-jährigen so unglaubliche Gespräche zum Thema Sex haben könnte!) und darüber was es bedeutet eine Frau zu sein. Da habe ich mir zum ersten Mal Gedanken gemacht zu diesem Thema. Allein, dass es eine Bedeutung haben könnte, das „Frau sein“, das war eine totale Offenbarung für mich.

Meine ganze Jugend durchweg war ich am sammeln. Ich sammelte Männergeschichten – fand es spannend neues auszuprobieren, Männer kennenzulernen… Wenn es mal ein paar Wochen keinen Mann in meinem Leben gab, wurde ich innerlich sehr sehr unruhig, mein Selbstwert sank in den Keller. Nach der Zeit in Thailand und mit Dorien beschloss ich mich für eine Weile nur auf mich zu konzentrieren. Mich kennenzulernen. Mich als Frau kennenzulernen. Und: es mit den Männern erstmal sein zu lassen. Ich reiste weiter durch Indien, Thailand, Schottland und schließlich bis nach Hawaii, versuchte einmal nur für mich da zu sein und mir Gutes zu tun, laß Bücher über Weiblichkeit, Zyklus und Menstruation, Sexualität…

Auf Hawaii lernte ich dann Alila kennen. Sie machte Yoni Steam Zeremonien, Red Tent Treffen und verkaufte im Bioladen und auf Märkten Produkte für Frauen – Yoni Eier, Yoni Wands, Menstruationstassen und mehr. Bei Alila machte ich meine erste Yoni Steam Zeremonie und ging zu ihren Roten Zelt Treffen. Immer mehr konnte ich auch eintauchen in den Zauber der Insel, beschäftigte mich mit den Göttinnen, den hawaiianischen Traditionen und Bräuchen, der Pflanzenmedizin und den Gezeiten des Mondes.

Nach drei Monaten auf Hawaii kam ich zurück nach Deutschland und wusste ganz genau was ich machen möchte: daran arbeiten komplett in meine weibliche Kraft zu kommen und auch anderen Frauen auf dieser Reise zu helfen, den Zyklus und den weiblichen Körper verstehen lernen, Frauen zu vereinen, das alte Wissen wieder aufleben zu lassen.

Vor zwei Jahren riefen eine Freundin und ich einen Frauenkreis ins Leben, später bot ich regelmäßige „Womb Meditationen“ an und im November 2017 machte ich die Womb Yogalehrerausbildung bei Uma Dinsmore-Tuli. Alles war im Fluss, eine Sache kam zu mir und folgte der nächsten. Im Winter bot sich mir dann die Möglichkeit ab April 2018 die Räume in der Demmeringstraße zu mieten und so einen festen Raum aufzubauen, für die ganzen Projekte die ich vorhatte – das Mahina zu gründen.

Mahina ist im übrigen das Hawaiianische Wort für Mond. Ich habe den Namen gewählt, da ich mich sehr verbunden fühle mit Hawaii und dort auch der Ursprung der ganzen Idee war.

Mahalo Hawaii, Mahalo Mahina. (Danke Hawaii, Danke Mond(in).)

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